Warum Standardgeschwindigkeit oft irreführend ist
Die Standard-Wandergeschwindigkeit von 5 km/h basiert auf einer unbeladenen Person auf einem flachen Weg ohne Rucksack. Im operativen Kontext ist dies eine gefährlich optimistische Schätzung. Ein Soldat mit 35 kg Ausrüstung über bergiges Gelände schafft 2,5–3 km/h. Ein SAR-Team im Wald schafft 1,5–2 km/h. Eine realistische Geschwindigkeitseinschätzung ist der Unterschied zwischen pünktlich sein oder nicht.
Naismths Regel: Die klassische Bergzeitberechnung
Naismths Regel besagt: Rechnen Sie 1 Stunde pro 5 km horizontale Distanz, plus 1 Stunde pro 600 Meter Höhenanstieg. Toblers Anpassung fügt eine Korrektur für den Abstieg hinzu (Abstieg kostet auch Zeit, aber weniger als Aufstieg). MilMap wendet eine moderne Version dieser Regel an, wenn Sie den Geländetyp auf „bergig" einstellen.
Geschwindigkeitsprofile in MilMap
MilMap hat fünf Geschwindigkeitsprofile: Entspannte Wanderung (4 km/h), Geländenavigation (3 km/h), Militärmarsch mit Ausrüstung (2,5 km/h), Schweres Gelände (1,5 km/h) und Nachtnavigation (1 km/h). Sie können auch eine benutzerdefinierte Geschwindigkeit einstellen. Die gewählte Geschwindigkeit beeinflusst die berechneten Ankunftszeiten an jedem Wegpunkt.
Segmentgeschwindigkeiten
Eine Route hat selten eine konstante Geschwindigkeit über die gesamte Distanz. Stellen Sie pro Segment eine andere Geschwindigkeit ein: flacher Weg zum ersten Wegpunkt mit 4 km/h, Bergaufpassage mit 2 km/h, Feldweg zurück mit 3 km/h. Dies ergibt ein realistischeres Gesamtbild als ein Durchschnitt für die gesamte Route.
Rastpausen einberechnen
Fügen Sie Rast-Wegpunkte mit einer Stoppzeit zu Ihrer Route hinzu. Militärischer Standard: 10 Minuten Rast pro Stunde Marsch. Bei schwerer Beladung oder hohen Temperaturen mehr. Ein Wegpunkt „Rastpunkt – 15 Min" gibt der Zeitberechnung die richtigen Eingaben und stellt sicher, dass die Teammitglieder wissen, wann und wo Pausen geplant sind.
Kalibrierung durch Geländeerfahrung
Nach jeder Übung oder Operation vergleichen Sie die geplanten mit den tatsächlichen Zeiten. Notieren Sie Abweichungen und passen Sie Ihr Geschwindigkeitsprofil an. Nach fünf Kalibrierungen haben Sie ein persönliches Profil, das für Ihr Team und Ihre Ausrüstung präzise ist. MilMap speichert historische Routen – nutzen Sie die tatsächlichen Zeitstempel von GPS-Tracks als Referenz.