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Operativ

Operative Planung: Von der OPORD zur Karte

Ein Operations Order (OPORD) enthält die Planungsgrundlage für eine militärische Operation. Wir zeigen, wie Sie die Informationen aus einer OPORD in eine vollständige MilMap-Karte übersetzen.

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Jan Kaas

MilMap-Redaktion

21. November 2024

9 Min. Lesezeit

Die OPORD als Grundlage

Ein Operations Order folgt der Fünf-Paragraphen-Struktur: Lage, Auftrag, Durchführung, Unterstützung und Führung/Verbindungen (SMEAC). MilMap hilft bei der Visualisierung und Dokumentation der Durchführung – insbesondere der Bewegungsrouten, Kontrollmaßnahmen und der Berichtsstruktur.

Schritt 1: Karte anlegen und konfigurieren

Legen Sie eine neue Karte mit dem Operationscode als Namen an. Stellen Sie das Koordinatenformat auf MGRS ein. Konfigurieren Sie das 3D-Gelände, wenn das Operationsgebiet bergig ist. Stellen Sie das maximale Zoomniveau auf die Stufe ein, die Sie für die Planung benötigen.

Schritt 2: Manöverelemente einzeichnen

Geben Sie alle Einheiten und ihre Ausgangsstellungen als Wegpunkte ein, benannt mit dem Einheitennamen und der Position (z. B. „1.ZUG Ausgangsstellung"). Verwenden Sie Farbcodierung pro Einheit – diese wird konsistent in allen Routen übernommen.

Schritt 3: Routen pro Teiloperation planen

Planen Sie jede Bewegungsphase als separate Route: Annäherungs-, Angriffs- und Rückzugsrouten. Fügen Sie Checkpoints an Positionen hinzu, die für die Synchronisation relevant sind (z. B. Phasenlinien). Stellen Sie Marschzeiten basierend auf der taktischen Lage ein (Einsatz- vs. Marschtempo).

Schritt 4: Kontrollmaßnahmen

Fügen Sie die Kontrollmaßnahmen als benannte Wegpunkte hinzu: Abmarschlinie (LD), Phasenlinien (PL), Konsolidierungsposition (CP), Extraktionspunkt. Geben Sie jedem Wegpunkt einen eindeutigen Namen, der der OPORD-Terminologie entspricht.

Schritt 5: SALUTE-Berichterstattung vorbereiten

Legen Sie leere SALUTE-Berichte für bekannte Feindkontaktpunkte (Geheimdienstprodukte) an. So können Teams vor Ort diese mit aktuellen Informationen ergänzen, ohne die Standorte erneut eingeben zu müssen.

Schritt 6: Briefingdokumente exportieren

Exportieren Sie die vollständige Karte pro Einheit als PDF-Routenbuch. Exportieren Sie die Kartenübersicht als KML für die Visualisierung in Google Earth. Verteilen Sie über die gesicherten Kanäle der Einheit.

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